Archiv für Juni 2010

Besuch der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin

Am 19.Juni 2010 besuchten Mitglieder unserer VVN/BdA Gruppe die Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin. Nach der Besichtigung des ehemaligen Lagergeländes informierten wir uns in der beeindruckenden Ausstellung über die grausamen 10 Wochen des Bestands dieses KZ. Über 5000 Häftlinge wurden zwischen Februar und Mai 1945 in Baracken ohne Fußboden, ohne Fenster, ohne Toilette eingesperrt. Im ganzen Lager gab es nur eine Wasserpumpe. In diesem Lager wurden die Menschen durch Hunger und Dreck vernichtet. Es ist beeindruckend, mit welchem Engagement die Leiterin der Gedenkstätten, Frau Ramsenthaler, sich der geschichtlichen Forschung als auch der pädagogischen Arbeit widmet.

Im Ausstellungsgebäude befindet sich auch eine Ausstellung zum Lützower Jäger Theodor Körner. Er fiel in den Antinapolionischen Befreiungskriegen 1813 in der nähe von Lützow und wurde in Wöbbelin bestattet.

Wir empfehlen allen Einwohner und Gästen Westmecklenburgs, fahren sie nach Wöbbelin, besuchen sie die Mahn- und Gedenkstätten.

Aufklärung tut not – Ausstellung der VVN-BdA in Grevesmühlen eröffnet

Gegen Widerstand innerhalb der CDU-Fraktion wurde am 14. Juni die Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ in der Grevesmühlener „Malzfabrik“ eröffnet, dem Sitz der Kreisverwaltung. Die Ausstellung wird von der VVN-BdA und der Gewerkschaft ver.di Nord gemeinsam herausgegeben. Der Initiative des Vereins KUSO e.V.im Dorf Gägelow, der sich gegen zunehmende Aktivitäten der Neonazis richtet, der VVN-BdA und der Landrätin Birgit Hesse ist es zu verdanken, dass die VVN-Ausstellung im Rahmen eines „Fachtages gegen Rechtsextremismus“ eröffnet wurde. Sie soll dort für zwei Wochen zu sehen sein und richtet sich vor allem an Schüler und Jugendliche. Schulen und Jugendeinrichtungen waren auch die Zielgruppe der Einladung des Fachtages, dem neben Finanzministerin Heike Polzin, SPD-Fraktionschef Dr. Norbert Nieszery und Linken-Abgeordneten Wofgang Methling sowie regionalen Politikern auch Sozialarbeiter, Schulleiter und Lehrer aus dem Landkreis gefolgt waren. Die Veranstaltung war auch eine Antwort auf 24 Überfälle von Neonazis auf Parteibüros, Wahlkreisbüros mittlerweile aller demokratischen Parteien des Landtages sowie auf Vertreter des Staates innerhalb weniger Monate. SPD-Fraktionschef Niszery sprach im Vorfeld in der regionalen Presse vom Anfang eines Terrors. Der Fachtag wurde mit einem Grußwort des DGB-Vizes im Bezirk Nord Dr. Ingo Schlüter eröffnet, der sich im Vorfeld für die Realiserung des Fachtages und die Eröffnung der Neofa-Ausstellung der VVN eingesetzt hatte. Durch Störmanöver eines einzelnen CDU-Abgeordneten sollte die Initiative der VVN-BdA im Vorfeld verunglimpft und mit pauschalen Unterstellungen diskreditiert werden. Die CDU des Kreistages mußte sich den Vorwurf gefallen lassen, die undemokratischen Angriffe gegen die VVN durch diverse mails und Twitter-Meldungen mitgetragen zu haben, ohne eine offene Aussprache über die offensichtlich bestehenden Meinungsunterschiede im demokratischen Diskurs angestrebt zu haben. Unterstellt wurde der VVN etwa, Politiker und Parteien in die rechtsxtreme Ecke zu stellen bzw. konservative Stiftungen und Burschenhaften mit Rechtsextremen in Verbindung zu bringen. Während der VVN-Landesvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern Dr. Axel Holz den Fokus auf die Kritik an den tasächlichen, diskriminierenden Äußerungen einiger Politiker und Medien im Rahmen der Neofa-Ausstellung legte, konnte die Nähe einiger Burschenschaften und Stiftungen zu Neonazis oder deren Themen stichhaltig belegt werden. Eröffnet wurde die Ausstellung mit einem Beitrag von Susanne Theilmann vom Regionalzentrum Westmecklenburg der RAA Mecklenburg-Vorpommern, eines der fünf Regionalzentren für demokratische Kultur im Nordosten Deutschlands. Ziel des Fachtages war es, v.a. Jugendliche und Schüler in die Aktivitäten gegen Neonazis mit kreativen und aktivierenden Angeboten in Initiativen gegen Neonazis, für Tolleranz und Demokratie direkt einzubeziehen. Dazu boten die Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“, das Projekt STOLPERSTEIN in Schwerin, vorgestellt von Sabine Klemm, und die Initiative „Schule ohne Rassismus“ besondere Gelegenheit. Tatsächlich konnte die Neofa-Ausstellung gleich nach der Veranstaltung in Grevesmühlen an das Stadthaus in der Kleinstadt Gadebusch weiter vermittelt werden. Auch erste Besuchstermine von Schulklassen zur VVN-Ausstellung im Landratsamt Grevesmühlen wurden mit fachkundiger Begleitung vermittelt. Im Herbst wird die VVN-Ausstellung zudem in der Jugend-Bildungsstätte im Engelschen Hof in Röbel zu sehen sein. Gespräche über die Vermittlung der Neofa-Ausstellung in das Rostocker Peter-Weiss-Haus laufen bereits.

Stolperstein – ein Film von Dörte Franke

Über 20.000 Stolpersteine hat der Künstler Gunter Demnig vor den Wohnhäusern einst deportierter Nazi-Opfer verlegt. Ein Dokumentarfilm begleitet ihn im kontroversen Dialog um das Projekt, das mittlerweile eine Bürgerbewegung ausgelöst hat.
Der Dokumentarfilm „Stolperstein“ von Dörte Franke zeigt die Hintergründe des Projektes auf und bringt uns den Künstler Gunter Demnig näher. Er trägt dazu bei, den Umgang mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte und dessen Auswirkung auf die nachfolgenden Generationen wach zu halten. Demnig glaubt aus eigerner Erfahrung im tabuisierten Umgang seiner Elterngenration mit dem Holocaust, dass wir den Opfern der Nazi-Tyrannei etwa schuldig sind. Denen, die unter dem Nazi-Regime in den Konzentrationslagern nur eine Nummer waren, will er an deren letzten Wohnort ihren Namen zurückgeben. Dazu wurden bereits in Deutschland, Österereich und Italien Tausende Stolpersteine verlegt. Anfragen aus zahlreichen anderen europäischen Ländern liegen vor. Das Bedürfnis, die Opfer des Faschismus gleichsam aller Opfergruppen angemessen und nachhaltig zu würdigen reicht von 3.000 realisierten Stolpersteinen in Hamburg bis hin zu kleinen Orten in der Provinz. Die im Film geäußerte Meinung, dass das Problem der neuen Nazis vor allem ein ostdeutsches sei , wiederlegt der Film eindrücklich. Zwar ist der Polizeischutz bei Stolpersteinverlegungen im Osten Deutschlands die Regel, aber mittlerweile gibt es in Mecklenburg-Vorpommern mehr Stolpersteine als in Bayern. Auch die Versagung einer Genehmigung zur Stolpersteinverlegung in München und die fragwürdige Haltung öffentlicher Vertrtetern dazu thematisiert Dörte Franke und setzt ihnen die Meinung der Opferfamilien entgegen. Den Neofaschisten sind die Stolpersteine ein Dorn im Auge. In Halle wurden acht Steine entwendet. Ein findiger Hallenser versah die Stellen mit der Aufschrift: „An dieser Stelle lagen Stolpersteine von Gunter Demnig und werden bald wieder dort liegen“. Mit einem Benefiz-Konzert sammelten engagierte Musiker das Geld für die fehlenden Steine und sechzehn weitere. In Rotenburg an der Wümme treffen sich seit der Stolpersteinverlegung die Familien der Opfer regelmäßig. Solche Meldungen sind es, die Gunter Demnig zum Weitermachen ermutigen.

Axel Holz

Stolperstein. Ein Film von Dörte Franke. 2007. 76 Min. www.stolperstein.com. Lizensieung von Aufführungen über den Kontakt Film Kino Text Jürgen Lütz e.K. 0228 420767

Gedenken an Fiete Schulze in Rostock

Am 18. März 1935 wurde der Antifaschist Fiete Schulze von der Nazijustiz für seine politische Überzeugung dreimal zum Tode und zu 260 Jahren Zuchthaus verurteilt und am 6. Juni 1935 mit dem Handbeil des Scharfrichters in aller Heimlichkeit geköpft.

„Dreimal forderte der Staatsanwalt mein Leben. Ich gehöre zu denen, die nur einmal sterben. Wenn ich aber vier Leben hätte, wahrlich, wenn Sie mir drei nähmen, ich setzte das vierte ein, wenn es nur beiträgt zur Rettung meines Volkes“
(Auszug aus einem Kassiber Fiete Schulzes zwei Tage nach Urteilsverkündung).

Aus Anlaß seines 75. Todestages lädt die Basisorganisation Rostock der VVN-BdA MV zu einer kleinen Zusammenkunft ein, um Fiete Schulzes Kampf gegen die Nazis zu würdigen und seiner zu gedenken.
Wir werden uns am 5. Juni um 10 Uhr auf dem Uni-Campus in der Ulmenstraße treffen.

Neofaschisten ist die Beteiligung an der Veranstaltung untersagt.

Rostocker Innenstadt bald nazifrei!?

Wie die Ostsee Zeitung in ihrer Online Ausgabe mitteilt, schließt der Neonazi-Laden „Dickkoep“ endgültig zum 31. Mai. Birger Lüssow, Landtagsabgeordneter und Rostocker Bürgerschaftsmitglied, war zunehmend unter finanziellen Druck geraten, bis schließlich sogar gegen ihn ermittelt wurde.
Aber nicht nur der in der KTV allseits „beliebte“ Naziladen schließt zum Ende des Monats, auch das NPD-Bürgerbüro Lüssows, das sich im gleichen Gebäude befindet, wird die nächsten Wochen geräumt. Polizei und Zivilgesellschaft scheinen erleichtert, Birger Lüssow hat sich bis jetzt noch nicht offiziell zur Schließung des Bürgerbüros und des Neonaziladens geäußert. Offen bleibt, ob und wo Lüssow ein neues Bürgerbüro eröffnen wird.
Ein Grund zum Aufatmen ist die Schließung des wohl nie rentablen Geschäftes nicht. Kürzlich eröffnete ein Thor Steinar Laden in Rostock-Dierkow und Neonazigruppen sind nach wie vor aktiv in der Stadt.


Der Naziladen Dickkoepp in der Doberaner Straße.
Bild: Indymedia

Broschüre zum 65. Jahrestag der Befreiung

Die Osteuropa-Freundschaftsgesellschaft MV e.V. hat zusammen mit dem VVN-BdA eine Broschüre des Kommunalpolitischen Forums, erarbeitet vom Historiker Joachim Aust, anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus erneut herausgegeben.
Die Broschüre handelt von den Ereignissen zum Kriegsende in Mecklenburg-Vorpommern und hat insbesondere neuere Forschungsergebnisse zum Widerstand in der Wehrmacht und in christlichen Kreisen (Teilnehmer am Widerstand) erfasst. Diese Broschüre kann zum Preis von 5,50 € pro Stück in der Geschäftsstelle der OFG erworben werden. Der Versand kann auch zzgl. Porto auf Bestellung erfolgen.

Kontakt:
Osteuropa-Freundschaftsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V.
c/o Kerstin Voigt Landesvorsitzende Mecklenburgstr. 69
19053 Schwerin

Tel. (0385) 7 58 96 92 Fax (0385) 71 57 85
kontakt@osteuropa-freundschaftsgesellschaft.de
www.osteuropa-freundschaftsgesellschaft.de

Vereinsregister Schwerin Nr. VR 348

Gemeinsame Pressemitteilung von VVN-BdA e.V. und ver.di Nord: Jahrestag der Befreiung – Mahnung zum Handeln gegen Neofaschismus

Mit einer Ausstellung erinnern die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e.V.) und die Gewerkschaft ver.di an die Befreiung vom Faschismus vor 65 Jahren und dokumentieren die Gefahren des erneut erstarkenden Neofaschismus.
Der 8. Mai 1945 ist der Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus. Zum 65. Jahrestag seiner Wiederkehr gedenken wir der Millionen Opfer des faschistischen Eroberungs- und Vernichtungskrieges und der Opfer des Faschismus im eigenen Lande. Zusammen mit dem Gedenken an die Opfer der Nazi-Diktatur erinnern wir zugleich an die Ursachen des Faschismus. Eine schwache Demokratie, verbreitete nationalistische Ressentiments, antisemitische Vorurteile, skrupellose Profitgier einflussreicher Wirtschaftskreise und die Uneinigkeit der demokratischen Kräfte gegen die Feinde der Weimarer Republik haben den Machtantritt der Faschisten erleichtert.

Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Versuche, die Geschichte der NS-Diktatur zu verfälschen, sind auch heute noch in erheblichen Teilen der Bevölkerung in Deutschland und Europa vertreten und werden von neuen Nazis in Bewegungen, Organisationen und Parteien befördert. Darüber aufzuklären und die Demokratie zu stärken, ist die Aufgabe aller zivilgesellschaftlichen Kräfte.

Die Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ wird zum 8. Mai 2010 der Öffentlichkeit präsentiert. Sie wird zusammen von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e.V.) und der Gewerkschaft ver.di, Landesbezirk Nord, herausgegeben. Die Ausstellung kann im Bundesbüro der VVN-BdA ausgeliehen oder erworben werden. Dazu stehen Flyer, Plakate und Kataloge zur Verfügung.Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es unter www.neofa-ausstellung.vvn-bda.de.

Die Ausstellung analysiert die aktuellen Entwicklungen des Neofaschismus in Deutschland von rechtspopulistischen Bewegungen bis zur verfassungswidrigen NPD. Sie arbeitet zentrale Werte und Ideen neofaschistischer Bewegungen in Deutschland heraus und zeigt deren Nähe zu den Werten und Ideen des NS-Regimes. Zugleich werden die neue Qualität der NPD-Arbeit in den Parlamenten, die gefährliche Islamophobie sowie die inhaltlichen und organisatorischen Schnittmengen der Nazi-Ideen mit Auffassungen in Teilen der Gesellschaft aufgezeigt.

Neben dieser Ausstellung, die ver.di Nord begleitet und unterstützt hat, bietet ver.di Nord auf der Internetseite www.npd-kehrt-marsch.de ein Informations- und Diskussionsforum zur Auseinandersetzung mit dem modernen Neofaschismus, zu den Aktionen der neuen Nazis und den Aktivitäten antifaschistischer Kräfte an. Ver.di Nord unterstützt zugleich die Kampagne der VVN-BdA für ein Verbot der verfassungswidrigen NPD. Im Rahmen dieser Kampgane wurden bis zum 8. Mai 2010 über 5.000 Statements auf der homepage www.npd-verbot-jetzt.de für ein NPD-Verbot gesammelt.

Behörden und Neofaschisten arbeiteten Hand in Hand! – Der erste Mai 2010 in Rostock

Nach drei Jahren veranstaltete die neofaschistische NPD in Rostock erstmals wieder einen Aufmarsch am ersten Mai. Mit verschiedenen Plakatier- und Flugblattaktionen warben die neobraunen Rattenfänger für ihren Aufmarsch. Ein breites antifaschistisches Bündnis, bestehend aus Antifaschist_Innen und Personen des zivilgesellschaftlichen Lebens hatte zur Blockade des Aufmarsches aufgerufen. Der Aufmarsch sollte durch Lütten Klein, im Nord-Westen Rostocks, stattfinden
Die noch einen Tag zuvor von der Polizei offiziell angegebenen Route der Neofaschisten erwies sich dabei allerdings als nur eine von mindestens zwei Marschoptionen, die die NPD zuvor mit der Versammlungsbehörde abgesprochen hatte. Das erklärt auch, weshalb die Demonstrant_Innen, die den neofaschistischen Aufzug in Lütten Klein blockieren wollten, von der Polizei direkt bis an die Blockadelinie in der Nähe des Cinestar heran eskortiert wurden. Stundenlang standen die über 500 Teilnehmer_Innen an der Blockade, bis die Nachricht kam, dass die NPD durch Groß Klein marschiere. Mehrere Zwischenkundgebungen der Neofaschisten, sowie Trommeln und Trompeten ließen den Aufmarsch als sehr gut durchgeplant erscheinen.
Wir verurteilen die scheinbar wohlwollende Zusammenarbeit der hiesigen staatlichen Behörden mit den Neofaschist_Innen. Während Antifaschist_Innen von Polizei und Staatsanwaltschaft oft diskriminiert, kriminalisiert und stigmatisiert werden, werden die geistigen Nachfolger der Mörder, die schon einmal Millionen Menschen das Leben gekostet haben, hofiert, mit Steuergelder ausgestattet und das Verbreiten ihrer neobraunen Propaganda erlaubt!

Weitere Artikel zum ersten Mai in Rostock findet ihr unter folgenden Links:

Indymedia

antifa Rostock Nord West

Endstation Rechts

MVregio

Kein Fußbreit den Faschisten!

Naziaufmärsche blockieren ist unser Recht!

Presseinformation: Gedenken an die Opfer des NS-Terrors in Schwerin

Am 8.Mai begehen wir den 65.Jahrestag der Befreiung Europas und des deutschen Volkes vom Nationalsozialismus. Wir gedenken an diesem Tage der Opfer dieses Verbrecherischen Krieges, der gekennzeichnet war durch die Ideologie des Faschismus, den Holocaust und einen Vernichtungskrieg gegen die Menschen in Polen und der Sowjetunion. Der Krieg wurde durch die industrielle Vernichtung von Menschen, von allem von Juden zu einem Krieg der durch Rassismus, Terror gegen alle Gegner sowie Antisemitismus geprägt wurde. 25% der polnischen Bevölkerung wurden Umgebracht ebenso wie ca. 13% der Menschen der Sowjetunion und Jugoslawiens. Solch ein Verbrechen darf sich nie wiederholen.
Wir rufen alle Schwerinerinnen und Schweriner auf, gedenken wir an den Gräbern der Häftlinge des KZ Wöbbelin auf dem Ehrenfriedhof der Opfer des Faschismus der Menschen, die durch den Verbrecherischen Raubkrieg der deutschen Faschisten und ihrer Verbündeten ihr Leben verloren.
Die Gedenkveranstaltung findet am 8.Mai um 10.00 Uhr auf dem Ehrenfriedhof für die Opfer des Faschismus statt.
Es sprechen der Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und Mitglied der VVN/BdA Helmut Holter sowie Herr Jury Karassew vom deutsch-russischen Kulturzentrum „Kontakt e.V.

Michael Strähnz
Vorsitzender VVN/BdA
Westmecklenburg-Schwerin

Rostocker_Innen wollen NPD stoppen!

Zum 1. Mai hat die NPD im Rostocker Stadteil Lütten-Klein eine Veranstaltung mit 400 Teilnehmern angekündigt. Ein Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Organisationen hat zum Widerstand aufgerufen. Zwei Gegenveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern wurden angemeldet.
Eine der Gegenveranstaltungen ist im benachbarten Stadtteil Evershagen geplant. Dort soll auf einem Maifest mit einem musikalischen und kulturellem Bühnenprogramm unter dem Motto „1. Mai nazifrei – Vielfalt statt NPD“ ein Anlaufpunkt für alle Rostocker geschaffen werden. Für den Rostocker Landtagsabgeordneten der Linken, Wolfgang Methling, ist es wichtig, dass die Rostocker Bürger bei allen Aktionen dabei sind. Ein Bild, bei dem die NPD demonstriert, Gegendemonstranten versuchen, den Weg zu versperren und die Lütten Kleiner schauten vom Balkon aus zu, dürfe es nicht geben. „Wir wollen nicht, dass die Nazis die Straße beherrschen“, so Methling. Vize-Bürgerschaftsvorsitzende Ingrid Bacher (SPD) begründete die unmittelbare Nähe zum NPD-Geschehen damit, dass die Menschen in Lütten-Klein nicht allein gelassen werden dürften. Die Bürgerschaftsabgeordnete der Sozialistische Alternative, Christine Lehnert, kündigte den Versuch an, den Aufmarsch der NPD blockieren zu wollen. Es gebe genügend bundesweite Beispiele, wo solche Vorhaben mit friedlichen Mitteln gelungen seien. Die Gewerkschaften haben zur Teilnahme an der traditionellen Demonstration am Werftdreieck und zum Straßenfest am Gewerkschaftshaus in der Innenstadt aufgerufen. Der Vorsitzende der DGB-Region Rostock-Schwerin, Thomas Fröde, betonte, dass die Gewerkschaft die Demonstrationsaufrufe unterstütze und jeden demokratischen Protest gegen die NPD befürworte. Mit einer zweiten Aktion, zu der er 300 Teilnehmer erwartet werden, solle die Innenstadt davor bewahrt werden, dass die NPD dort demonstrieren kann.

Axel Holz


An verschiedenen Stellen der Rostocker Innenstadt tauchten die letzten Tage diese und ähnliche Graffiti auf.




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