Gedenkfeier für Opfer des neofaschistischen Terrors

In zahlreichen deutschen Städten wird an diesem Donnerstag der Opfer einer beispiellosen Mordserie von Neonazis gedacht.
An diesem Donnerstag, dem 23.2., findet im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der Mordserie des nationalsozialistischen Untergrundes statt. Auch in anderen Städten finden Gedenkfeiern statt und der DGB und der BDA haben zu einer bundesweiten Schweigeminute aufgerufen.

An der Veranstaltung, welche vom ehemaligen Bundespräsidenten Wulff initiiert wurde, werden Mitglieder aller Verfassungsorgane, Angehörige der Opfer und Mitglieder des Menschenrechtsausschusses des türkischen Parlamentes teilnehmen. Neben den Mordopfern der neofaschistischen Terrorzelle sollen auch allen anderen Opfern rassistisch motivierter Gewalt in Deutschland gedacht werden und ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt gesetzt werden. Die Hauptrede wird von Kanzlerin Angela Merkel gehalten und auch Angehörige der Mordopfer werden zu Wort kommen.

In Thüringen wurde von der Landesregierung für Donnerstag Trauerbeflaggung angeordnet. Die Täter der rassistischen Morde an den neun Kleinunternehmern mit Migrationshintergrund stammten aus Thüringen und waren Teil des neofaschistischen „Thüringer Heimatschutzes“.

An vielen Schulen Deutschlandweit wird es eine Schweigeminute geben, ebenso bei Landesbehörden und städtischen Ämtern. In einigen Betrieben wird die Arbeit für eine Minute niedergelegt um den Opfern gedenken zu können und unter anderem in Berlin und Hamburg soll der öffentliche Nahverkehr für eine Minute still stehen.

von Nils Willscheid





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