Archiv für Juni 2012

Demonstration „Sie waren Schweriner“ zum Gedenken an die Schweriner Opfer des Faschismus in der Landeshauptstadt

Die Schweriner Gruppe die Bunten ruft auf:

Am 10. Juli 2012 jährt sich zum 70. Mal die erste Deportation der Schweriner Juden in das Vernichtungslager Auschwitz. Anlässlich dieses traurigen Kapitels der Schweriner und Gesamtdeutschen Geschichte, rufen wir „Die Bunten“ alle Demokrat_Innen dazu auf, sich an der Gedenkdemonstration am 10. Juli 2012, ab 16:00 Uhr in Schwerin zu beteiligen!

Treffpunkt ist der Grunthalplatz (Bahnhofsvorplatz). Von dort aus startet der Gedenkmarsch durch die Landeshauptstadt, in dem wir nicht nur der deportierten Juden, sondern allen Opfern des Faschismus auf Schweriner Boden gedenken werden. In Zeiten des wieder erstarkenden Faschismus in der BRD ist um so wichtiger ein Zeichen für Toleranz und Demokratie und gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus zu setzen. Lasst uns gemeinsam unter dem Motto: „Sie waren Schweriner“ den Opfern des größten Verbrechens in der deutschen Geschichte ehren und gedenken!

Deshalb am 10. Juli 2012 auf nach Schwerin! Um 16:00 Uhr auf den Grunthalplatz!

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Weiter Infos unter Anfrage auf www.diebunten.wg.vu.

PM: Demokratie braucht Dich und keine Nazis! – Aktionstage gegen Rechts 2012

Wir Dokumentieren eine Pressemitteilung von Rock gegen Rechts Stralsund, dass unter anderen wir unterstützen:

„Demokratie braucht Dich und keine Nazis!“, so heißt die Message der Initiative Rock gegen Rechts in diesem Jahr. Vom 14. Juli – 11. August finden in diesem Jahr die Aktionstage gegen Rechts in der Hansestadt Stralsund statt. Die Aktionstage werden, wie auch im letzten Jahr, mit einem Konzert von Künstlern aus der Region und dem Bundesgebiet eröffnet. Die Kampagne 2012 ist schon jetzt ein voller Erfolg. Wir haben wieder etliche Sponsoren gefunden die unser Konzept unterstützungswürdig finden. Zu den Unterstützern gehören unter anderem die Hansestadt Stralsund, die Plattform „Mut gegen rechte Gewalt“ des Sterns, Kerstin Kassner, Firmen, Gewerkschaften und Politiker aus Bund und Land.

„Insgesamt werden 7 Veranstaltungen stattfinden, wobei wir auch außerhalb der bisherigen Planung Straßenaktionen, wie z.B. Infostände machen wollen, um auf das Thema Rechtsextremismus in der Region Vorpommern aufmerksam zu machen. Auch wenn in diesem Jahr keine Wahlen sind, ist es nötig über rechte Tendenzen und Rassismus zu informieren und auch Gegenstrategien aufzuzeigen. Das zeigen auch die bisher
aufgedeckten Fälle der Terrorzelle NSU und deren Verbindung zu Neonazis im Raum Mecklenburg-Vorpommern. In unserem Landkreis und der Hansestadt Stralsund muss es ein friedliches und tolerantes Zusammenleben
geben. Die Weltoffenheit muss bewahrt werden.“

Die Aktionstage werden sich in diesem Jahr auch besonders um Asylpolitik und die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen 1992 drehen.

Die Initiative lädt alle Menschen aus dieser und anderen Regionen ein sich an den einzelnen Veranstaltungen zu beteiligen und sich gegen rechte Tendenzen zu engagieren

Aufruf zur Demonstration: 20 Jahre nach dem Progrom in Lichtenhagen

Gren­zen­lo­se So­li­da­ri­tät – Auf­ruf zur an­ti­fa­schis­ti­sche De­mons­tra­ti­on durch Ros­tock-​Lich­ten­ha­gen!

Vor 20 Jah­ren fla­cker­ten Bil­der aus Deutsch­land um die Welt, die man für Ver­gan­gen­heit hielt: Bren­nen­de Häu­ser, flie­hen­de Men­schen, ein ge­walt­tä­ti­ger Mob, an­ge­lei­tet von neo­fa­schis­ti­schen Strip­pen­zie­hern, Bei­fall klat­schen­des Pu­bli­kum, ver­ant­wor­tungs­lo­se Ver­ant­wort­li­che.
Eine Al­li­anz aus staat­li­cher Aus­län­der­feind­lich­keit, Me­di­en­het­ze und All­tags­ras­sis­mus ließ zu, dass viet­na­me­si­sche Ver­trags­ar­bei­ter und Flücht­lin­ge, unter ihnen viele Roma, um ihr Leben fürch­ten muss­ten. Das bren­nen­de Son­nen­blu­men­haus wurde zu einem er­schre­cken­den Sym­bol des wie­der­ver­ei­nig­ten Deutsch­land.

Nur Wo­chen nach dem Po­grom wurde in einem brei­ten Kon­sens im Bun­des­tag das Grund­recht auf Asyl ab­ge­schafft. Weder die NPD noch ihr Ab­le­ger „Ham­bur­ger Liste Aus­län­der­stop“ wur­den ver­bo­ten, ob­wohl sie un­mit­tel­bar vor Be­ginn der Po­gro­me ihre Hetze nach Ros­tock ge­tra­gen hat­ten. Neo­fa­schis­ti­sche Or­ga­ni­sa­tio­nen und Grup­pen wer­den bis heute nicht ent­schie­den be­kämpft. Gleich­zei­tig wer­den an­ti­fa­schis­ti­sche In­itia­ti­ven be­hin­dert und als „ex­tre­mis­tisch“ dif­fa­miert.

Heute hat das auf Men­schen an­ge­wen­de­te Nütz­lich­keits­den­ken den po­li­ti­schen Dis­kurs wei­ter ver­gif­tet. Aus­gren­zung und Stig­ma­ti­sie­rung von Mi­gran­ten und Flücht­lin­gen sind wei­ter­hin tief in der Mitte der Ge­sell­schaft ver­an­kert. Die „Fes­tung Eu­ro­pa“ und das Ab­schie­be­la­ger­la­ger Horst in Meck­len­burg-​Vor­pom­mern ste­hen dafür.

Da­ge­gen set­zen wir da­mals wie heute So­li­da­ri­tät mit den Op­fern in­sti­tu­tio­nel­len und all­täg­li­chen Ras­sis­mus. Wir de­mons­trie­ren für das Men­schen­recht auf Asyl, für Teil­ha­be aller Men­schen am Wohl­stand, für die so­zia­len und de­mo­kra­ti­schen Rech­te Aller hier und über­all.

Wir fo­dern:
- Schluss mit Ab­schie­bun­gen, Re­si­denz­pflicht und Ar­beits­ver­bot!
- Stoppt die Ver­fol­gung von Roma in Ost­eu­ro­pa und über­all!
- Keine To­le­ranz für fa­schis­ti­sche Ideo­lo­gie und Ge­walt!
- Dres­den, Ros­tock, Dort­mund, alle Städ­te na­zi­frei!
- Schluss mit der Kri­mi­na­li­sie­rung von An­ti­fa­schis­t_in­nen und An­ti­ras­sis­t_in­nen!

Gegen Ras­sis­mus –für gren­zen­lo­se So­li­da­ri­tät!




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: