Archiv der Kategorie 'Termine'

20 Jahre nach dem Pogrom von Rostock Lichtenhagen: – Ein großes antirassistisches Programm steht am Wochenende 25./26. August in Rostock bevor

Kundgebung, Demonstration, Konzert und World-Café in Rostock

Es beginnt am Samstag um 11 Uhr auf dem Neuen Markt mit der Kundgebung „Das Problem heißt Rassismus“. Es werden Vertreter antirassistischer Initiativen sprechen. Eine große Rolle wird auch die berühmte Tafel spielen, die wenige Wochen nach dem Pogrom von der französischen Gruppe „Söhne und Töchter der deportierten Juden Frankreichs“ um Frau Beate Klarsfeld am Rostocker Rathaus aufgehängt wurde. Die Reaktion der Behörden bestand in der sofortigen Entfernung der Inschrift, der vorübergehenden Festnahme von 43 und längerfristigen Inhaftierung von 3 Beteiligten. Der Text der Tafel lautet:
„In Rostock und anderen deutsche Städten gingen Menschen im August 1992 mit rassistischen Gewalttaten und Brandstiftungen gegen unschuldige Familien, Kinder, Frauen und Männer vor. Wir erinnern an die Millionen Kinder, Frauen und Männer, die, weil als Juden, Sinti und Roma geboren, dem nationalsozialistischen Völkermord zum Opfer fielen. In einer einzigen Nacht unvergeßlichen Grauens wurden am 2.8.1944 die 3000 noch lebenden Menschen im Zigeunerlager Auschwitz-Birkenau durch Gas ermordet. Diese Erfahrungen und historischen Verpflichtungen für das deutsche Volk müssen wachgehalten werden, um zu verhindern, daß sich Gewalt und Menschenverachtung je wiederholen.“

Um 14.00 Uhr beginnt am S-Bahnhof Lütten-Klein die Demonstration „Grenzenlose Solidarität“. Mit Zwischenkundgebungen führt sie zum Sonnenblumenhaus. Wir erinnern daran, dass vor 20 Jahren eine Allianz aus staatlicher Ausländerfeindlichkeit, Medienhetze und Alltagsrassismus zuließ, dass Neonazis und Rassisten Flüchtlinge und Vertragsarbeiter tagelang angriffen.

Die Demonstration geht über in ein antirassistisches Konzert unter dem Motto „Beweg dich für Bewegungsfreiheit“ mit zahlreichen Bands, u.a. „Feine Sahne Fischfilet“.

Am Sonntag um 10.30 Uhr trifft man sich im „Peter-Weiss-Haus, Bad Doberaner Str. 21, zum World-Café mit dem Titel „Lichtenhagen, NSU und alle schauen zu…“ Nach kurzen Inputs werden wir schnell in eine gemeinsame solidarische Diskussion einsteigen. Ziel ist auch eine Vernetzung unserer antirassistischen Aktivitäten und der Austausch über die ganz verschiedenen Lebensrealitäten, die unser Engagement prägen und bestimmen. Wir wollen untersuchen, wie antirassistische Solidarität überhaupt gehen kann – und wo wir an unsere Grenzen stoßen. Es wird für Essen und Getränke gesorgt. Die Veranstaltung wird bis etwa 15 Uhr dauern.

Kommt alle, erzählt es euren Freund_Innen und bringt Fahnen und Transparente mit!

Weitere Infos unter lichtenhagen.blogsport.de

Berliner Bündnis ruft zur Demonstration am 25. August auf

Das Bündnis „20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus!“, in dem sich neben Berliner Gruppen auch einige bundesweite Organisationen engagieren, hat kürzlich in einem eigenen Aufruf aufgefordert, sich der Demonstration „Grenzenlose Solidarität“ am 25. August in Rostock anzuschließen. Wir dokumentieren an dieser Stelle den Aufruf:

20 Jahre nach den Pogromen Das Problem heißt Rassismus

Vor 20 Jahren eskalierten im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen die Angriffe eines rassistischen Mobs auf die Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende und eine benachbarte Vertragsarbeiter_innen-Unterkunft zum größten Pogrom der deutschen Nachkriegsgeschichte.

August 1992 Rostock Lichtenhagen

Über vier Tage griffen mehrere hundert Menschen die Unterkünfte der Flüchtlinge und Vertragsarbeiter_innen mit Steinen und Molotow-Cocktails an. Unter den Angreifer_innen befanden sich organisierte und nicht organisierte Nazis, Jugendliche, Anwohner_innen begleitet von tausenden sog. Schaulustigen. Eine Volksfeststimmung entstand auf den Wiesen im Rostocker Neubauviertel, dies weitgehend unbehelligt von der Polizei. Rostocker und zur Unterstützung angereiste Antifaschist_innen befanden sich in der Unterzahl. Teilnehmer_innen einer antifaschistischen Demonstration wurden über Nacht in Gewahrsam genommen. Am dritten Tag des Pogroms setzten die Angreifer_innen den von vietnamesische Vertragarbeiter_innen bewohnten Teils des Gebäudes in Brand. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich etwa 100 Menschen in dem Haus. Während die Täter_innen weiter – unter dem johlenden Beifall von tausenden Anwohner_innen – mit Baseballschlägern in das Haus eindrangen, flohen die im Haus befindlichen Menschen über die Dächer in angrenzende Gebäude. Die Polizei hatte den Tatort dem Mob überlassen und die Feuerwehr wurde an der Durchfahrt gehindert.

Als Reaktion auf die Ereignisse fand am folgenden Wochenende unter massiven Polizeiaufgebot eine antifaschistische Demonstration mit 20000 Teilnehmer_innen unter dem Motto „Stoppt die Pogrome. Solidarität mit den Flüchtlingen. Bleiberecht für alle.“ statt.

Politische Brandstiftung und rassistische Alltagskultur

Rostock Lichtenhagen ist jedoch kein Einzelfall, sondern ein trauriger Höhepunkt einer rassistisch aufgeladenen Stimmung Anfang der Neunziger Jahre im wiedervereinigten Deutschland: „Das Ausmaß rechten Terrors in den ersten Jahren nach der Wende und dessen Unterstützung durch große Teile der Bevölkerung und der politischen Eliten erscheint kaum fassbar: 17 Tote, 453 zum Teil schwer Verletzte und über 1900 gewalttätige Anschläge allein von 1989 – 1992“, zählt der Journalist Matthias von Hellfeld. Im Jahr des Rostocker Pogroms 1992 gab es acht Sprengstoff- und 545 Brandanschläge, meist auf Flüchtlingswohnheime. Seit 1985 forderte die CDU/CSU eine Einschränkung des individuellen Grundrechts auf Asyl. Nach der Wiedervereinigung begannen CDU und CSU mit einer verschärfenden Kampagne für eine Veränderung des Grundrechts auf Asyl. Assistiert vor allem durch Boulevardmedien wurde eine Bedrohung Deutschlands durch eine „Flut“ von „Schein- und Wirtschaftsasylanten“ inszeniert, die angeblich das Grundrecht auf Asyl „missbrauchen“ und „den Deutschen auf der Tasche liegen“ würden.

19 Jahre Abschaffung des Grundrechts auf Asyl

Diese rassistische Kampagne erfuhr offene Zustimmung zahlreicher Bürger_innen. Diese pogromartigen Ausschreitungen wiederum wurden als Beleg genutzt, um politisch zu handeln und das Grundrecht auf Asyl einzuschränken. Die Änderung des Grundgesetzes im Mai 1993 unter Zustimmung der SPD als Oppositionspartei und die darauf folgende Einführung des sog. Asylbewerberleistungsgesetzes 1993 bestätigte die Gewalttäter_innen und Mörder_innen in ihrem Handeln. Die Gesetzesänderungen enthielt die sog. Drittstaatenreglung; seitdem können sich nur noch Menschen auf das Asylrecht berufen, die politisch verfolgt sind und nicht aus einem „sicheren Drittstaat“ oder anderen Ländern der EU einreisen. Im Rahmen dieser Gesetzesänderung kommt es zu vielen weiteren menschenverachtenden Einschränkungen. Dazu zählt das Asylbewerberleistungsgesetz, welches Asylsuchenden weniger Geld zur Verfügung stellt als heute HartzIV-Regelsatz ist; das Gutscheinsystem für Lebensmittel, die Unterbringung in Lagern und die Auflage sich nur in einem behördlich festgelegten Bereich aufzuhalten (Residenzpflicht).

Kein Ende der Nazi-Morde

Die folgenden Jahre bescheren eine unsägliche bundesdeutschen Debatte über die Nazi-Szene wie den verirrten Seelen“, „Vereinigungsverlierern“ und ihrem „Schrei nach Liebe“ abgeholfen werden könnte. Der Rassismus und die Nazigewalt wurden auf ein Problem der ostdeutschen „Beitrittsländer“ und Jugend reduziert, welches mit verstärkter Sozialarbeit bekämpft werden sollte. Die Millionen, die in die Programme flossen, sorgten für weitere Formierung einer gewalttätigen Nazi-Szene in ganz Deutschland und dem Aufwuchs zunehmend gut organisierter Kameradschaften. Vor allem in den Ostdeutschen Bundesländern fand bis Mitte der Neuzier Jahre ein Kampf um die Straße statt. Wöchentlich wurden linke Jugendzentren und Clubs von Nazis angegriffen, ganze Viertel mussten gegen Nazis verteidigt werden. Gerade in ländlichen Regionen ist es zum Teil Rechten gelungen, solche Angsträume zu etablieren.
Nicht nur Menschen, die nicht deutsch erscheinen, sondern auch jene, die nicht ins rechte Weltbild passen, geraten in den Fokus der Gewalt. Die Aufdeckung der rassistischen Mordserie mit bislang 10 bekannten Opfern des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) zeigt deutlich, wie ignorant und verharmlosend der Staat rassistischen Gewalttaten begegnet. In dem nach „milieutypischen Auseinandersetzungen unter Migranten“ ermittelt wurde und fast alle Medien von „Dönermorden“ berichten. Seit 1990 sind mehr als 180 Menschen von Nazis ermordet – weniger als ein drittel der Todesopfer sind durch die Bundesregierung anerkannt.

Europäische Abschottungspolitik

Die rassistische und restriktive BRD-Asylpolitik hat sich im Zuge der EU-Erweiterung an die europäischen Außengrenzen ausgedehnt und gehört zu den deutschen Exportschlagern. Seit 2004 wird Europa von der eigens dafür gegründeten Agentur Frontex gegen illegalisierte Migrant_innen mit militärischen Mitteln verteidigt. Diese ergänzt und erweitert die nationalen Kontrollsysteme, die auf Abschreckung und Kriminalisierung der Migrationsbewegungen zielen. Seit 1993 sind mindestens 16.000 Menschen an den Grenzen Europas gestorben – von einer höheren Dunkelziffer ist auszugehen.

Unsere Antwort: Solidarität!

Rassismus und andere Herrschaftsmechanismen sind nicht auf Nazis abzuwälzen, sondern entspringen der sogenannten Mitte der Gesellschaft. Wir wollen in einer Gesellschaft ohne Rassismus, Faschismus, Sexismus und andere Herrschaftsverhältnisse leben. Eine Gesellschaft ohne Staat und Nation, in der es keine Grenzziehungen gibt, in der die Menschen solidarisch mit einander leben.

Jedoch bewegen wir uns in einem System, welches den Logiken des Marktes und Konkurrenz folgt, soziale Ausgrenzung marginalisierter Gruppen ist diesem inhärent und ein anerkanntes Unterdrückungsinstrument. Der Widerspruch zwischen der Forderung nach einer herrschaftsfreien Gesellschaft und gleichzeitigen Appellen an den Staat ist uns bewusst, aber wir können nicht hinnehmen, dass Rassismus und Nazigewalt weiterhin verschwiegen, verharmlost oder nicht als solche (an)erkannt werden. Wir fordern Rassismus beim Namen zu nennen. Dies bedeutet auch die Anerkennung und Unterstützung der Betroffenen von Diskriminierung und Rassismus. Wir fordern die offizielle Anerkennung der Todesopfer neonazistischer Gewalt. Wir fordern die Einrichtung einer staatsunabhängigen Beobachtungsstelle für Nazi-Umtriebe. Wir fordern die Abschaffung der Ämter des Verfassungsschutzes. Wir fordern die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen. Uneingeschränktes Bleiberecht für alle!

Weg mit der Residenzpflicht!
Keine Abschiebungen! Asylknäste zu Baulücken!
Gleiche Rechte für alle!

Deshalb kommt am 25.8.2012 nach Rostock, um mit uns gemeinsam den Betroffenen von rassistischer und neonazistischer Gewalt zu gedenken und für eine andere Gesellschaft einzutreten!

„Jetzt geht’s los…!“ – Einladung zum Einsteigerseminar der VVN-BdA

Inhalt Ziel der Veranstaltung ist es, den Teilnehmenden Grundzüge der Politik der VVN-BdA zu vermitteln,insbesondere unsere historischen Wurzeln.

Wie es anfing: Planungen für ein demokratisches Deutschland nach 1945, der Schwur von Buchenwald, die Geschichte der VVN-BdA, wichtige Daten für die VVN-BdA, Aktionsvorschläge und Projektideen. Ziel ist es zudem, mit den Neumitgliedern in die Diskussion über ihr Engagement in der VVN-BdA zu kommen und einen Grundstein für die zukünftige Zusammenarbeit zu legen. Das gegenseitige Kennenlernen wird sich durch das Seminar ziehen.

Methoden: Kurzvortrag, Rundgespräche, Visualisierungen, Arbeitsgruppen, Filme Erforderliche Vorkenntnisse: keine

Zielgruppe: Neue Mitglieder, die daran denken aktiv in der VVN-BdA zu werden; auch Interessenten oder Mitglieder, die bereits in der VVN-BdA sind, aber erst jetzt aktiv werden wollen.

Zeit und Ort: Seminar vom 7.-9. Oktober 2011 in Buchholz/Nordheide, Ferienheim Heideruh. Das Seminar beginnt am Freitag um 18 Uhr und enden am Sonntag um 13 Uhr.

Kosten: Der Beitrag für Teilnehmende beträgt je 50,- Euro (auf Anfrage ermäßigt auf 35,- Euro). Er beinhaltet Vollverpflegung (Gute Küche!), Unterkunft und Materialien.

Anmeldungen bitte an: jugendmv[at]vvn-bda.de

Tag des Flüchtlings: Podiumsdiskussion zur Bleiberechtsregelung in Schwerin

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern lädt am Freitag, dem 30. September 2011 anlässlich des Tags des Flüchtlings zu einer Podiumsdiskussion ein. Die Veranstaltung findet von 10 – 12 Uhr im Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12 in Schwerin statt. Thema ist das Bleiberecht, insbesondere die neue Bleiberechtsregelung für „gut integrierte“ jugendliche Flüchtlinge, die seit dem 1. Juli 2011 gilt.

Zum Einstieg der Veranstaltung wird Martin Link, Vertreter des Flüchtlingsrates Schleswig-Holstein, einen kurzen Überblick über die bisherigen Bleiberechtsregelungen und die aktuellen Bundesratsinitiativen anderer Bundesländer geben. Nach einem regen Austausch zwischen Podium und Publikum laden wir zu einen kleinen Imbiss ein, bei dem ebenfalls die Möglichkeit besteht, ins Gespräch zu kommen.

Das Podium wird bestehen aus folgenden Gästen:

- Martin Link, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein
- Hawbir Khorshed, jugendlicher Flüchtling
- Lorenz Caffier, amtierender Innenminister des Landes M-V (angefragt)
- VertreterIn des Ökohaus Rostock, Betreiber der dortigen
Gemeinschaftsunterkunft (angefragt)
Moderiert wird durch Ulrike Seemann-Katz, Vorstandsvorsitzende des
Flüchtlingsrates MV.

Eingeladen wurden ebenso alle im Landtag vertretenen demokratischen Parteien.

Zähne zeigen: Aktionstage gegen Rechts in Stralsund

Die Initiative Rock gegen Rechts Stralsund, die eine Kampagne unter dem Motto „wählen gehen für mehr Demokratie“ im letzten Monat startete, veranstaltet vom 15.-20.August Aktionstage gegen Rechts. Das Programm ist Bunt und Vielfältig. Vorträge, Filmabende, eine Ausstellung, ein Konzert sowie die Präsentation eines neuen Jungwählerwerbespots sind Teil der Aktionstage.

Die Ausstellung die den Namen „Neofaschismus in Deutschland“ trägt zeigt die „Biedermänner“ der braunen Szene in der Bundesrepublik. Sie erklärt Zusammenhänge von Gruppen und Personen.
Eröffnung ist 17.00Uhr.

Nach der Eröffnung wird es um 18.00Uhr weitergehen mit der Premiere des Jungwählerwerbespots „Warum wählen gehen“. Dieser ist in Zusammenarbeit mit der Sophie Medienwerkstatt e.V. und einigen Jugendlichen aus verschiedenen Städten entstanden. Er soll junge Menschen auffordern von ihrem aktiven Wahlrecht Gebrauch zu machen und gleichzeitig soll er anregen zu eigenen Überlegungen über demokratische Prozesse.

Um 19.00Uhr folgt dann der Dokumentarfilm „Hightech Nazijäger“ in dem geschildert wird wie FBI – Agenten Altnazis aufspüren. Weitest gehend finden die Aktionstage die ganze Woche in der Volkshochschule (Friedrich-Engels-Str. 28) statt.

Am Samstag den 20.08.2011 wird es im Sticer Theater (Frankenstraße 57) nochmal eine Informationsveranstaltung geben. Diesmal zum Wahlkampf der NPD und rechte Strategien in Mecklenburg-Vorpommern. Die diesjährige Kampagne wird in der alten Eisengießerei (Frankenstraße 61) mit einem Konzert gegen Rechts verschiedener Stralsunder und auch nicht-Stralsunder Bands beendet.

Zu den Unterstützern der Kampagne gehören u.a. auch Gewerkschaften, die Initiative Kein Bock auf Nazis, der Stern mit der Kampagne „Mut gegen rechte Gewalt“, Exit Deutschland, Kowa MV, Jugendverbände, Parteien, Organisationen, Land MV, Politiker, Vereine und Firmen.

Weitere Termine zu Aktionswoche findet man auch unter www.rgr-stralsund.de.vu

Weitere Termine:

Montag:

17.00Uhr|VHS*|Ausstellungseröffnung|“Neofaschismus in Deutschland“ – Ini.RGR Stralsund
18.00Uhr|VHS*|Film-Premiere|Walwerbespot „Warum wählen gehen“ – Ini.RGR Stralsund
19.00Uhr|VHS*|Filmabend|Hight-Tech Nazijäger – Ini.RGR Stralsund

Dienstag:

18.00Uhr|VHS*|Film&Vortrag|“9qm-Leben von Flüchtlingen in MV – Flüchtlingsrat MV e.V.

Mittwoch:

18.00Uhr|VHS*|Vortrag|Rechte Gewalt in MV – Lobbi e.V.

Donnerstag:

18.00Uhr|VHS*|Vortrag|Braune Saat – Ökologie von Rechts – Sobi e.V.

Freitag:

18.00Uhr|VHS*|Fachgespräch|»Alltagsrassismus und rechte Strukturen. Ein Fachgespräch über ›deutsche Zustände‹ und antifaschistische Perspektiven« mit Friedrich Burschel von der Akademie für politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung (Berlin) und Stefan Nadolny vom Peter-Weiss-Haus (Rostock) – Rosa-Luxemburg-Stiftung

Samstag:

16.00Uhr|Sticer**|Vortrag|Rechter Wahlmapf, Strukturen und Strategien – Sobi e.V. /DGB Jugend

19.00Uhr|Eisengießerei***|Konzert gegen Rechts mit den Bands Vodka Revolte, Depresside, Guten Morgen Lena, Astray, Feine Sahne Fischfilet, der Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ und einer Infostand Meile – Ini.RGR Stralsund

VHS*=Volkshochschule Stralsund, Friedrich-Engels-Str.28, 18439 Stralsund
Sticer**=Sticer-Theater e.V., Frankenstraße 57, 18439 Stralsund
Eisengießerei***=Alte Eisengießerei, Frankenstraße 61, 18439 Stralsund

Demo in Bad Doberan: Schluss mit rassistischer Hetze und Nazigewalt!

Aufruf: Fünf Jahre NPD im Landtag – Genug ist genug!

Am 4. September 2011 ist es soweit: Wieder sollen für fünf Jahre die Sitze des Schweriner Landtages besetzt werden. Seit dem Einzug 2006 dient der NPD das Parlament als Bühne für ihre menschenverachtende Propaganda. Sie erhielten Millionenbeiträge, konnten ihre Kader in Lohn und Brot bringen und neue Strukturen im Land aufbauen. Im Landtag selbst machten sie eher durch inszenierte Skandale von sich reden. So betont die NPD selbst, dass sie ihre Aufgabe nicht in der konstruktiven Arbeit sehen würden.

Ähnlich verhält sich die NPD in Bad Doberan. Allerdings fallen die NPD-Vertreter im Kommunalparlament vor allem dadurch auf, dass sie nichts tun. Auffällig sind jedoch die Neonaziaktivitäten auf der Straße, rechte Übergriffe etwa auf alternative Jugendliche in Bad Doberan sind keine Seltenheit. Gezielt versuchen Neonazis mit Verstärkung aus Rostock und Umgebung, ihre Opfer einzuschüchtern und zu bedrohen. Wenn sie nicht direkt aus dem Umfeld der NPD stammen, erhalten die Gewalttäter von der Partei propagandistische Unterstützung.

Lassen wir nicht zu, dass Neonazis ungestört in Kleinstädten gezielt alternative Jugendliche und all jene, die nicht ihr beschränktes Weltbild passen, einschüchtern. Kommt zur Antifa-Demo gegen rechte Normalität und neonazistische Gewalt. Mit eurer Unterstützung wollen wir ein klares Zeichen setzen, dass es in Bad Doberan und überall antifaschistischen Widerstand gibt und geben muss.

Keine Stimme den Nazis – nicht am Stammtisch, nicht im Kreistag und erst recht nicht im Landtag! Kick them out!

Demo – Bad Doberan – 13.08. – 13 Uhr – Bahnhof

Antirassistische Aktionswoche vom 19. bis 25. März 2011

Eröffnung der Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ in Schwerin

Die Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten wird am 31. Januar 2011 um 17 Uhr im Schweriner Stadthaus eröffnet und bis Ende Februar in Schwerin zu sehen sein.
Die Ausstellung klärt über das neue Gesicht der Neonazis in Deutschland auf, die vermehrt in die Parlamente drängen und ihre diskriminierenden Thesen dort verbreiten. Der Diffamierung ganzer Bevölkerungsgruppen folgt nun der Versuch, Minderheiten per Parlamentbeschluss zu entrechten. Mit Anträgen, in denen Migranten aus den Sozialversicherungssystemen ausgegrenzt werden sollen oder die NPD sich für Gesunde und Starke einsetzt und die Schwachen in der Gesellschaft benachteiligt, werden Werte und Inhalte der Nazis aus den dreißiger Jahren reaktiviert und bedient. Die NPD benutzt die Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit der Demokratie, die Sie bekämpft, und lässt sich diesen Dienst durch Wahlkampfkostenerstattung und bezahlte Parlamentsarbeit zu erheblichen Teilen staatlich finanzieren. Die Ausstellung der VVN-BdA berichtet über Inhalte und Werte der neuen Nazis, über deren Strategie und Berührungspunkte mit diskriminierenden Einstellungen in der Gesellschaft, aber auch über Gegenstrategien und Möglichkeiten, die Demokratie zu stärken.

Dr. Axel Holz
Vorsitzender VVN-BdA MV e.V.

Schwerin, den 28.01.2011

Filmveranstaltung in Rostock: „Der gewöhnliche Faschismus“

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt eine Kleinigkeit zum Essen (Selbstkostenpreis).
Außerdem Kaffee, Tee, die Gesellschaft netter Leute und neuerdings auch einen Kickertisch.

Es wird der Film „der gewöhnliche Faschismus“ gezeigt.

Diese Woche gibt es zudem Infos zu den antifaschistischen Protesten gegen die faschistischen Aufmärsche am 13. und 19. Februar in Dresden sowie die Möglichkeit zum Erwerb von Busfahrkarten für die gemeinsame Anreise zu den antifaschistischen Massenblockaden am 19.Februar.

Mehr Infos gibt´s auf der Seite des Bildungskellers hier.

Mitfahrgelegenheit: [’solid] M-V organisiert Busse nach Dresden!

Wieder Nazis in Dresden blockieren!

Die Vorbereitungen für die Verhinderun des größten Naziaufmarsches in Europa sind in vollem Gange. Die erste Auflage der Mobi-Zeitung des Bündnisses Dresden nazifrei ist bereits nach wenigen Tagen vergriffen gewesen – Plakate und postkartengroße Aufkleber hängen in nahezu jeder größeren Stadt.
Doch reicht das schon? Die ganze Mobilisierung nützt natürlich nur, wenn auch Leute nach Dresden fahren. Deshalb organisiert die linksjugend [’solid] M-V Busse, die zum 19. Februar nach Dresden fahren. Der Fahrtpreis beträgt 10€. Wenn ihr gemeinsam mit uns die Neofaschisten am Marschieren hinmdern wollt, dann meldet euch unter bus@solid-mv.de an! Nähere Infos bekommt ihr dann. Also worauf wartet ihr? E-Mailpostfach öffnen, Adressat_In eingeben und Anfrage abschicken. ;)

Egal ob Dresden, Dortmund oder anderswo:
Naziaufmärsche blockieren ist unser Recht!

Text: solid Rostock




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